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By Chretien de Troyes

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Hierauf läßt er ihn schwören, daß er am nächsten Morgen, sobald es tage, alle Gefangenen, die in seinen Türmen lägen, gesund und frei ausliefere. Weiterhin solle er, solange er lebe, keinen Heerbann mehr vor dem Schlosse dulden, sondern wenn je ein Heer das Schloß berenne, solle er es so schnell wie möglich zum Abzug zwingen, und weder durch seine Leute noch durch ihn solle das Fräulein je wieder Schaden haben. So ritt denn Clamadeu hin in sein Gebiet, und als er anlangte, befahl er, daß alle Gefangenen aus dem Verließ geholt würden und alle frei abziehen sollten.

Und wisset, daß ich seine Nichte bin. Ich sah ihn jedoch lange Zeit nicht mehr. Gewiß, seit Ihr von Eurer Herberge geschieden seid, habt Ihr wohl keinen besseren Edelmann kennengelernt. Er machte Euch die Herberge fröhlich und angenehm; denn das versteht er als gütiger, mächtiger, wohlhabender und reicher Edelmann. Hier im Hause jedoch gibt es kaum mehr als sechs Brote, die mir ein anderer Oheim, ein heiliger und gottesfürchtiger Prior, heute nacht zum Abendmahle schickte und dazu ein Fäßchen voll feurigen Weines.

Der Edelmann erhob sich am Morgen, trat an das Bett des Junkers, wo er ihn liegen fand, und ließ ihm sogleich als Geschenk ein Hemd und Hosen aus feinem Leinen und rot gefärbte Strümpfe bringen und ein Wams aus blauer Seide, die in Indien gewebt und bereitet war. » Und der Junker antwortet: «Lieber Herr, Ihr könntet noch viel bessere Dinge sagen; sind denn die Kleider, die meine Mutter mir machte, nicht besser als diese? » – «Junker, bei dem Glauben, den ich meinem Haupte schulde», erwiderte der Edelmann, «sie sind viel weniger wert.

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